IZV
IZV Interjungzünftige Vereinigung

Idee und Sinn der Interjungzünftigen Vereinigung IZV

Die interjungzünftige Vereinigung besteht seit 20 Jahren und setzt sich zusammen aus den Jungzünfterdelegierten der Gesellschaft zu Constaffel und allen Zünften. Die Vereinigung wird geleitet von 2. Obmännern, die von der IZV-Versammlung gewählt werden.


Nachwuchsförderung ist normalerweise Chefsache. Innerhalb Zürichs Zünfte hat sich aber eine Ausnahme aufgedrängt und etabliert: Die IZV.
Das Prinzip heisst: Junge für Junge.
Das Ziel ist: Jugendliche für die Jahrhundert alten, zünftigen Gepflogenheiten zu gewinnen.
Das Mittel ist: Das zünftige Leben zusammen mit Gleichaltrigen erleben; Brauchtumspflege ist nicht erlernbar, wird aber im Erleben nachvollziehbar und möglicherweise als erstrebenswert empfunden.

Der zünftige Virus - Erleben statt Erlernen

Als Zünfterssohn sieht man sich wohlwollenden Strukturen gegenüber, die einen in die zünftige Sache hineingleiten lassen und einen den Weg zum Zünfter ebnen. Dies funktioniert oft beinahe automatisch; Begeisterung ist nicht unbedingt eine Voraussetzung. Begeisterung würde Anteilnahme voraus setzen. Dafür müsste Zeit aufgewendet werden, dies in einem Alter, wo man hauptsächlich Unterhaltung und Attraktion mit Gleichaltrigen sucht. Bspw. Sport. Wer hat schon Zeit, sich für einen Verein zu interessieren, wo die meisten das Alter des eigenen Vaters haben oder älter sind (und der eigene Vater meist selbst auch noch Mitglied ist)?

Fast jede Zunft hat eine Jungzünftergruppe (auch: Gesellengruppe). Einzelne solcher Gruppen sind sehr gross. Sie vermögen jugendliche Mitglieder mit dem «zünftigen Virus» anzustecken und schaffen so die Grundlage für ein aktives Jungzünfterleben. Diese Gruppen sind den Zünften ein Hort von motivierten und engagierten neuen Zünftern, ist doch der Zusammenhalt und die Freundschaft seit Jungzünfterjahren erprobt. Wie sieht es allerdings mit diesen Gruppen über einen Zeitraum von zehn Jahren aus? Keine Zunft hat genügend Nachwuchs um eine Gruppe von grossem Format über Jahrzehnte hinweg zu haben. Der Hausse folgt die Baisse; schnell reduziert sich die einstmals verschworene Gemeinschaft auf einen einzigen, übrig gebliebenen Schankburschen. Wer platziert jetzt bei diesem Einzelkämpfer den zünftigen Gedanken, wer lässt ihn «Erleben», wer weckt seine Begeisterung? Genügt es wirklich, dass dieser Jungzünfter als Schankbursche in den Zunftsaal zugelassen wird und dort des Vaters Freunde bewirtet? (vgl. oben: wohlwollende Strukturen?)

Eine Möglichkeit: IZV - Interjungzünftige Vereinigung

Die Interjungzünftige Vereinigung (IZV) leistet einen Beitrag, solch einzelne Jungzünfter mit anderen Gesellengruppen in Kontakt zu bringen. An gemeinsamen Anlässen wird zünftiges Leben gepflegt und die Banden zwischen den Zünften eng geknüpft. Zünftersöhne und -töchter, die ihre Email-Adresse hinterlegen, werden persönlich über die Aktivitäten der Vereinigung informiert. An alle anderen gelangen die Neuigkeiten via deren Jungzünfterdelegierten. Das vielseitige Jahresprogramm gipfelt im grossen Fest nach der Jungzünfter-Delegiertenversammlung, zu dem alle Jungzünfter und engagierte ehemalige Obmänner eingeladen sind. Als Zeichen der Verbundenheit mit den Zünften begrüssen die Jungzünfter dort den ZZZ-Präsidenten und besuchen am Sechseläuten und an Martini mit Soubannerzügen Zünfte und Zunftmeister, die sich innerhalb der «zünftigen Jugendarbeit» speziell hervorgetan haben. Unter dem Jahr trifft man sich am ersten Donnerstag im Monat zum Interjungzünftigen Stamm.

Jungzünfter werden gute Zünfter und sind Sympathieträger

Jungzünfter, die sich in der eigenen Gruppe oder in der Vereinigung mit Freude engagiert haben, sind als Zünfter bereit Sprecheraufgaben zu lösen oder Ämter in der Zunft auszufüllen, hatten sie doch bereits vorgängig die Möglichkeit ähnliche Situationen zu meistern. Zudem verfügen Sie über die nötigen Kontakte zu anderen Zünften und sind mit deren Gepflogenheiten vertraut. Sie sind jene Exponenten, die den «Virus» an nachfolgende Jungzünfter weitergeben. Sie «lassen erleben», nicht väterlich oder schulmeisterlich, sondern kollegial, freundschaftlich.

Gegenüber der Öffentlichkeit können Jungzünfter als Sympathieträger fungieren. In einer Zeit, in der die zünftigen Gebräuche nicht unumstritten sind, vermögen speziell junge, engagierte Gesellen eine Bresche in die fest zementierten Vorurteile der Öffentlichkeit schlagen.

Die IZV ist nicht alleine

Neben der IZV bemühen sich zahlreiche Ballkomitees und viele gute Geister unermüdlich um das Wohl der Jungzünfter. Alle, die sich für die Integration von jungen Leuten ins Zunftleben einsetzen, investieren in die Zukunft des Sechseläutens und des Zunftwesens unserer schönen Stadt Zürich.

Dominik Hug (Zunft zu Oberstrass), IZV-Obmann 2002

 

Vorstand

Für das Jahr 2010 sind folgende Personen in die aufgeführten Ämter gewählt worden:

IZV-Obmann   Anthony Welbergen (Zunft zur Schneidern)
2. IZV-Obmann   Patric Ziegler (Zunft zur Letzi)
Säckelmeister   Lukas Walther (Zunft zur Letzi)
Revisor   Thomas H. Bihrer (Zunft Witikon)
Adressverwalter   Seraphin Friedrich (Zunft zum Weggen)

Internet & Design   Florian Bigler (Zunft Schwamendingen)
Redaktion Jungzünfter Zeitung   Dominik Fantoni (Stadtzunft)
Obmänner-Abend   Philipp Würsch (Zunft Witikon)

Soubanner-Züge

2009

Sechseläuten, 20. April 2009
Zunftmeister Hans-Peter Stutz (Zunft Höngg) wird anlässlich des 75-jährigen Jubiläums besucht von einem Harst angeführt durch Philipp Würsch (Zunft Witikon) und Anthony Welbergen (Zunft zur Schneidern)

15. Zunftbott, 02. Oktober 2009
Die anwesenden Zunftmeister werden besucht von Anthony Welbergen (Zunft zur Schneidern) und Florian Bigler (Zunft Schwamendingen)

2008

Sechseläuten, 14. April 2008
Zunftmeister Willy Günther (Zunft St. Niklaus) wird besucht von Florian Bigler (Zunft Schwamendingen) und Philipp Würsch (Zunft Witikon)

2007

Sechseläuten, 12. April 2007
René Kalt (Zunft zur Waag) wird besucht von Roger Böni (Zunft zu Oberstrass) und Florian Bigler (Zunft Schwamendingen)

2006

ZZZ Versammlung, 27. September 2006
Die abtretenden Hans Peter Buchmann (ZZZ Präsident, Zunft Wollishofen), Jürg Egli (Präsident Künstlerische Kommission, Zunft St. Niklaus) und Martin Lang (Zugchef Zug zum Feuer, Zunft St. Niklaus) werden besucht von einem Harst angeführt von Marc Steiner (Zunft zum Weggen) und Roger Böni (Zunft zu Oberstrass) mit den Sprechern Christoph A. Lutz (Zunft zur Waag), Pascal Pauli (Zunft Schwamendingen) und Michael Hilti (Zunft Höngg)

«Superzunftmeister»-Wahl, 9. September 2006
Zunftmeister Carlo Hächler (Zunft Schwamendingen) wird besucht von Marc Steiner (Zunft zum Weggen) und Roger Böni (Zunft zu Oberstrass)

Sechseläuten, 24. April 2006
Zunftmeister Balz Rust (Stadtzunft) wird besucht von Marc Steiner (Zunft zum Weggen) und Roger Böni (Zunft zu Oberstrass)
Statthalter Markus Notter (Zunft zur Letzi) wird besucht von Marcel Fantoni (Stadtzunft), René Kalt (Zunft zur Waag) und Peter Furrer (Stadtzunft).

2005

Sommerfest der Zünfte Drei Könige und Wollishofen, 27. August 2005
Auf Einladung besuchen Pascal Pauli (Zunft Schwamendingen) und Michael Hilti (Zunft Höngg) mit einer Schar kostümierter Jungzöifter und Zöifterstöchter die beiden Zunftmeister Mario de Capitani (Zunft zu den Drei Königen) und Jürg Dangel (Zunft Wollishofen).

Sechseläuten, 18. April 2005
Thomas Sauber (Zunft Riesbach) wird besucht von Michael Hilti (Zunft Höngg) und Marc Steiner (Zunft zum Weggen)

ZZZ Versammlung, 16. März 2005
Hans Peter Buchmann (Zentralkomitee der Zünfte Zürichs) wird besucht von einem Harst angeführt von Michael Hilti (Zunft Höngg) und Marc Steiner (Zunft zum Weggen), zum Dank an die grosszügigen Spenden zum jährlichen Phoenix.

2004

Zunftbott, 29. Oktober 2004
Marcel Fantoni (Stadtzunft) wird besucht von Pascal Pauli (Zunft Schwamendingen) und Michael Hilti (Zunft Höngg).

Sechseläuten, 19. April 2004
Mario de Capitani (Zunft zu den Drei Königen) wird besucht von Pascal Pauli (Zunft Schwamendingen) und Michael Hilti (Zunft Höngg)

IZV-Skiweekend, 28. März 2004
Matthias Keller (Zunft St. Niklaus) wird besucht von Pascal Pauli (Zunft Schwamendingen) und Michael Hilti (Zunft Höngg)

2003

Sechseläuten, 28. April 2003
Raymond Porchet (Zunft zur Letzi) wird besucht von Matthias Hugi (Stadtzunft) und Pascal Pauli (Zunft Schwamendingen)

2002

Zunftbott, 25. Oktober 2002
Matthias Hugi (Stadtzunft) und Pascal Pauli (Zunft Schwamendingen)

Sechseläuten, 15. April 2002
Soubanner@Home: IZV-Stube mit Dominik Hug (Zunft zu Oberstrass) und Matthias Hugi (Stadtzunft)

2001

Sechseläuten, 15. April 2001
Alfred Löhrer (Zunft Witikon) wird besucht von Christoph A. Lutz (Zunft zur Waag) und Dominik Hug (Zunft zu Oberstrass)

IZV-Skiweekend, 4. Februar 2001
Paul Schmid (Zunft Wollishofen) wird besucht von Dominik Hug (Zunft zu Oberstrass) und Marcus Gretener (Zunft Hottingen)

2000

Martini, 18. November 2000
Hans-Peter Kneubühler (Zunft zur Schneidern) wird besucht von Christoph A. Lutz (Zunft zur Waag) und Andreas R. Bihrer (Zunft Witikon)

ZZZ Versammlung, 20. September 2000
Pit Wyss (Zentralkomitee der Zünfte Zürichs) wird besucht von einem Harst angeführt von Dominik Hug (Zunft zu Oberstrass) mit den Sprechern Christoph A. Lutz (Zunft zur Waag), Valentin Hardmeyer (Zunft zur Schneidern), René Kalt (Zunft zur Waag), Adrian B. Türler (Zunft zum Weggen) und Thomas H. Bihrer (Zunft Witikon)

Witiker Jubiläumsfeier, 17. Juni 2000
Alfred Löhrer (Zunft Witikon) wird besucht von Dominik Hug (Zunft zu Oberstrass) und Patrick Wigert (Zunft zum Weggen)

Sechseläuten, 9. April 2000
Hansueli Ottiker (Zunft zu Oberstrass) werden Gratulation und Glückwünsche zum 75-jährigen Jubiläum überbracht durch eine Delegation angeführt von Marco Zumbühl (Zunft zur Waag)
Paul Schmid (Zunft Wollishofen) werden Gratulation und Glückwünsche zum 100-jährigen Jubiläum überbracht durch eine Delegation angeführt von Dominik Hug (Zunft zu Oberstrass)
Peter Schneider (Zunft Schwamendingen) werden Gratulation und Glückwünsche zum 25-jährigen Jubiläum überbracht durch eine Delegation angeführt von Christoph A. Lutz (Zunft zur Waag)

Wollishofer Jubiläumsfeier, 22. Januar 2000
Paul Schmid (Zunft Wollishofen) wird besucht von Peter Furrer (Stadtzunft) und Marcus Gretener (Zunft Hottingen)

1999

Sechseläuten, 19. April 1999
Raymond Porchet (Zunft zur Letzi) wird besucht von Michael W. von Orelli (Zunft zur Saffran) und Christoph A. Lutz (Zunft zur Waag)

Saubanner

Hochgeachteter Herr Zunftmeister
Werte Vorsteher
Teurer Stubenmeister

Sollten Sie von einem (unerwarteten?) Soubannerzug überrascht werden, sollten Sie das als grosse Anerkennung werten. Sie setzen Sich für die zöiftige Jugend ein, oder sollten es zumindest tun.

Denken Sie daran: Die Menge will bewirtet werden. Freier Bier- und Wurstkonsum sind das Mindeste.

Stecken Sie den jungzöiftigen Gewitterhagel mit einem lächeln auf dem Gesicht weg und sagen Sie sich bei jedem Spruch unter der Gürtellinie: Meine Replik kommt erst noch! 

 

Dossier

Das komplette IZV Dossier kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden:

  Statuten und Reglement (PDF-Datei, 41.4 kB)
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